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Pohačen

In Uncategorized on September 25, 2008 by carnica

Folgender Pohača-Zwist entsponn sich Anfang September auf den Leserbrief-Seiten der Kleinen Zeitung. Für jene Kärntner die des Slowenischen nicht mächtig sind: Pohačen sind Reindlinge. Für all jene, die des Kärntnerischen nicht mächtig sind: Ein Reindling ist eine traditionelle Mehlspeise aus Zimt, Nüssen, Rosinen und Unmengen Zucker.

Tombola statt Verkostung

Ich habe an der Prämierung der besten Pohača am Pohača-Fest in Ferlach teilgenommen. Bewertet wurden klassische Pohača und eine Sonderform. Abgabetermin war zwischen 8 und 9 Uhr und die Prämierung um 15.30 Uhr des gleichen Tages, sodass die Fachjury ausreichend Zeit hatte, die Pohačen zu bewerten. Bei der Preisverleihung teilte dann der Bürgermeister mit, dass die Jury die Vielzahl an Pohačen (klassische: 15, Sonderform: 5) wegen „Übersättigung“ der Jurymitglieder nicht verkosten konnte, sondern nur ein paar davon . . . Bleibt dann die Frage, wie es dennoch zur Bewertung der gesamten Pohačen kommen konnte? Ich belegte Platz zehn, habe aber dennoch dankend auf die Urkunde verzichtet. Weil: Als ich einen Blick auf die Preise für die Tombola geworfen habe, „lachte“ mir doch tatsächlich mein eingereichter Reindling als Ganzes zu. Dieses Erlebnis hatte ich nicht alleine: Ein zufällig neben mir Stehender erkannte den Reindling einer Verwandten wieder. Hans-Peter Gruber, Klagenfurt

Die empörte Antwort:

Alle Pohačen wurden beurteilt

Zum LB „Tombola statt Verkostung“, 3. 9.:

Das Pohačafest war ein wunderschönes Fest mit einem tollen Programm und einem zufriedenen Publikum, doch der Leserbrief mit den unrichtigen Darstellungen von Herrn Gruber hat die Freude getrübt. Die Pohačen wurden bis 9.30 Uhr angenommen. Jede Pohača wurde von einem professionellen Schnittmeister angeschnitten und von der Fachjury auf Geschmack, Aussehen und Konsistenz beurteilt. Bis zum Bewerbsende waren alle Pohačen für alle Besucher zu begutachten. Anschließend wurden alle Pohačen zu Gunsten eines karitativen Zwecks zum Verkauf angeboten. Anscheinend kann Herr Gruber leider seine Pohača von anderen nicht unterscheiden. Jene Pohačen, die zum Schätzen in Folien verschweißt ausgestellt wurden, sind von drei Bäckerinnen zur Verfügung gestellt worden. Der Bürgermeister selbst war gar nicht in der Jury. In seiner Schlussrede bedauerte er nur, dass er außer Stande gewesen ist, alle Pohačen persönlich zu verkosten. Bilder und Protokolle können belegen, dass alle Pohačen, auch die von Herrn Gruber, bewertet und ausgezeichnet wurden.

KR Renate Bohrisch für das Organisationsteam, Ingo Appé, Bürgermeister der Stadtgemeinde Ferlach

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